The Monotrol Kid @Golden City

The Monotrol Kid @Golden City

Neulich traf ich Erik Van den Broeck alias The Monotrol Kid in der temporären Hafenbar Golden City. The Monotrol Kid kommt aus Belgien, genauer gesagt Kapelle-op-den-Bos, ist Singer Songwriter und Storyteller durch und durch.

Erik van den Broeck © J.Behrens

Erik van den Broeck © J.Behrens

The Monotrol Kid performt mal in Begleitung einer Band oder solo mit Gitarre, Banjo und Mundharmonika. Sein Stil zeichnet sich durch melancholische Klänge, hin und wieder durchaus kraftvolle Rhythmen und nachdenkliche Texte aus. Erik Van den Broeck ist nicht nur musikalisch gesehen ein Storyteller - auch zwischen den Songs erzählt er aus seinem Touralltag oder von Situationen, an die er sich über die Musik erinnert. Seine Stimme und Intonation erinnert mich etwas an die von Michael Stipes von R.E.M.

Hört selbst: Eine kleine Audio Collage mit Interview und Konzert-Atmo:

© J.Behrens
© Musik: The Monotrol Kid

  Auf Tour mit neuer EP

The Monotrol Kid und The Hobos

The Monotrol Kid und The Hobos
© J.Behrens

The Monotrol Kid ist gemeinsam mit The Hobos (UK) auf Songs and Whispers Tour. Die Musiker kennen sich mittlerweile gut – The Hobos steigen ganz selbstverständlich in Songs von The Monotrol Kid ein und umgekehrt. Ich erlebe den Musiker als entspannten und humorvollen Menschen. Auch wenn das Konzert im Golden City eher spärlich besucht war, Erik Van den Broeck legte viel Gefühl in seine Songs. Im Juni dieses Jahres nahm er seine EP “The Merchant” im Songs and Whispers Studio hier in Bremen auf. Hier ein kleiner Vorgeschmackt:

 Golden City

Außenansicht Golden City v

Außenansicht Golden City © J.Behrens

Das Golden City hat eine schöne, lockere Atmosphäre – gerade im Vergleich zu den anliegenden Bauten, Geschäften und Gastronomie. Noch bis zum 15. September ist die Hafenbar geöffnet, bis sie wieder in ihre Einzelteile zurückgebildet wird. Im Programm sind Konzerte, Theater, Tanz, Workshops und einiges mehr. Mehr Infos zum Programm des  temporären Projektes findet ihr hier: http://www.goldencity-bremen.de/GC-Hafenbar_Programm06-07.pdf

 Stadtteilentwicklung in der Überseestadt

Während The Hobos spielen komme ich mit einem Paar aus Gröpelingen ins Gespräch. Auch die beiden genießen den lauwarem Abend am Wasser mit Zuckerguss-Sonnenuntergang. Aber sie nehmen auch kritisch Stellung zu dieser temporären Form von Stadtentwicklung. Schließlich lägen so einige Spielplätze hinten in Gröpelingen brach und Gelder für langfristige Projekte würden eher selten in die Arbeiterstadtteile fließen, stattdessen entstehen Pop-Up Projekte mit öffentlichen Mitteln, kritisieren sie. Das macht mich nachdenklich und stellt berechtigterweise die Frage, was überhaupt alles als Stadtkultur zu greifen ist? Wie steht es um Bedürfnisse fern von Theater, Tanz und Bier am Hafenbecken – bspw. Grundversorgung für Kids in sozialschwachen Statteilen mit kreativen Angeboten? Wäre mal interessant einen Überlick darüber zu bekommen, welche Budgets so in den Stadtteilen fürs Gemeinwohl locker gemacht werden…

Resümee

Die Hafenbar hat ihren Zweck aus meiner Sicht schon erfüllt. Unterschiedliche Menschen kommen zusammen, konsumieren Musik, die aus der Seele kommt und schnacken über das Wetter und ihre Erwartungen an die Stadt in der sie leben. Insgesamt ein Abend der Symphathie: Ambiente, Musik und Menschen hätten harmonischer kaum sein können. Schön war’s!

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